Fisch muss schwimmen!

Einmal im Jahr ist es soweit. Ich habe Geburtstag und feiere ihn mit meinen Freunden. Wir machen dann Sushi und schlemmen was das Zeug hält (Gummizug ist super praktisch). Meine Freunde schenken es mir quasi zum Geburtstag... nur, dass ich es selbst mache. Ich liebe dieses werkeln mit Freunden in der Küche. Dieses mal haben wir festgestellt, dass wir im nächsten Jahr alle Jubilare sind. 2017 ist das 10. "Sushi bei Susi"-Jahr, wenn auch in wechselnder Belegung. Es hat mal ganz klein mit vier Leuten angefangen, aber der ganze Aufwand für nur vier Leute - das fand ich nicht sehr sinnvoll und so wurden wir jedes Jahr mehr. Seid zwei Jahren sind wir recht konstant bei 14 Personen. Das ist dann in unserem Wohnzimmer schon recht kuschelig und es summt wie in einem Bienenschwarm.

Hühnersteig statt Bienenschwarm - Unser Lachen war weithin zu hören.

Dieses mal konnten wir uns eine Bank von einer lieben Freundin - die auch bei der Nähparty dabei war - leihen. Sie selbst konnte leider nicht kommen. Sie war drei Tage zuvor Tante geworden und hatte verständlicher Weise andere Prioritäten. Cindy, du wirst eine tolle Tante sein. Wir haben auf dich und die neue Erdenbürgerin angestoßen! Dank der Bank war es am Tisch nicht ganz so eng.

Willkommen im Leben kleines Mädchen! Du hast eine tolle Frau zur Tante, da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Mit Hilfe vieler fleißiger Hände stand das Sushi pünktlich auf dem Tisch. Dieses Jahr erstmalig auf einem Freitag und nicht wie traditionell am Mittwoch. Unser Fischmann hat diesen Traditionsbruch zugunsten der Partylänge ermöglicht. Er hat nun auch Freitags sushifrischen Fisch! Also ran an die Reismatten. Es galt Sushi für 14 hungrige Mäuler zuzubereiten.



Es gab Makis, Carlifornia Rolls, Nigiris und Sashimi aus Lachs, Thunfisch, Makrele, Aal, Omelette, Shrimps, Rogen und vielem mehr. Die Zubereitung beginnt mit dem Reis säuern am Vorabend. Ich hatte Freitag Urlaub und konnte mich so um das marinieren des Fisches, das Schneiden und Blanchieren des Gemüses und das Omelette kümmern. Vormittags waren meine Eltern schon da und haben fleißig insgesamt 87 Frühlingsrollen gerollt. Danke dafür!

In den letzten Jahren hat meine Mama immer ihre Sushi-Roll-Matten (wie heißen die eigentlich richtig) mitgebracht. Dieses Jahr haben wir da irgendwie gar nicht drüber gesprochen und wie solle es da anders sein: Sie sind nicht mit gefahren. Auf fünf Sushi-Meister kamen also zwei Matten. 

Und wen mal was ein Makiröllchen mal nicht so recht halten wollte, dann galt dieser Leitspruch. 

Das geht natürlich irgendwie nicht auf, also sind meine Eltern (nachdem sie unsere Lütte aus der Kita geholt haben) noch durch die halbe Stadt getobt, auf der Suche nach diesen Matten. Wie es sich für gute Eltern gehört (Mama, Papa - ich habe euch ganz doll lieb) haben sie welche gefunden und noch rechtzeitig nach Hause gebracht. Um circa 16 Uhr trudelten dann auch die Helferlein ein. Es wurde bei viel Gequassel hart gearbeitet. Während der Zubereitung überkommt mich immer wieder die Panik, dass es nicht reichen könnte und wenn ich dann ins Wohnzimmer komme und die ganze fertige Pracht auf dem Tisch sehe legt sich das zum Glück immer wieder ganz schnell.

Gefühlte 600 Makis... tatsächlich waren es etwa 30 Rollen aus denen dann je 8 Makis werden - nach Adam Riese
macht das circa 240 Stück - grollt, geschnitten und angerichtet von Steffi, Matthias, Anikó und mir.

60 Nigiris mit diversen Belägen gebastelt und hübsch angerichtet von Klaus.

Lachssachimi - Die anderen Saschimis haben es nicht bis vor die Kamera geschafft.

Wenn dann alles geschafft ist und alle am Tisch sitzen und schlemmen, dann kann ich richtig runter fahren. Genauso wie ich die Anspannung und den Trubel der Vorbereitung liebe, liebe ich auch diesen Moment, in dem ich weiß: Es hat alles geklappt. Wieder einmal gefällt es allen und jeder fühlt sich wohl. Das schönste Lob kam von Anikó: "Mit euch ist es immer schön, weil man sich nicht verstellen muss." Leute! So geht es mir mit euch auch! Schade, dass man sich so selten sieht. Schade, dass so ein Abend immer so schnell vorbei geht. Ich hebe das Glas auf euch. Auch wenn ich manche nur das eine Mal im Jahr sehe - es fühlt sich nie so an. Es ist immer gleich wieder so herzlich und warm! Vielleicht schaffen wir es ja dieses Jahr im Sommer einen Grillabend in der selben oder einer ähnlichen Besetzung zu organisieren. Wir sollten schon mal nach Terminen suchen und diesen dann begießen, denn Fisch soll schwimmen.

In diesem Sinne: Prost!

Nachtrag: Zum Abschluss gab es zwei super leckere Desserts von Anikó (MidnightBakery). Das glutenfreie Apfel-Tiramiso á la Chef de Cuisine war so schnell verputzt, dass es keine Bilder gibt. Aber die glutenfreie Sachertorte stand dem in nichts nach und von der habe ich sogar ein Beweisfoto. Von den kugelrunden Kullerbäuchen der Gäste fehlen auch Beweise... Tilo, das dürfen wir nächstes Jahr nicht vergessen. Dank, dass du das Fotografieren übernommen hast und auch danke für die anschließende Lehrstunde zum Thema Schärfentiefe, Brennweite und Blende.

Glutenfreie Sachertorte von Anikó von der Midnight Bakery.

Kommentare

  1. Es war wieder sehr schön mit euch allen. Zum nächsten male bestelle ich hiermit wieder ein leckeres Dessert von Aniko, denn das was sie zum Sushiabend mitgebracht hatte war so lecker. Naja und eine glutenfreie Sachertorte geht ja sowieso immer.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Achje... das Dessert ist ja ganz unerwähnt geblieben. Auwei Auwei. Dabei war das Apfeltiramisu sooo lecker. Leider war es so schnell weg, dass es keine Bilder davon gibt.

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schnittmuster aufbewahren und verwalten

Was tun mit Stoffresten?

Grün ja grün sind alle meine Kleider...